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Kazupi-Illustration zum Thema Gefühle – Kazupi im gelben Hoodie mit Katzenohren denkt nach

Was sind Gefühle? 

Bedeutung, Entstehung und Einfluss auf Verhalten

Gefühle 101:
nervig, wichtig, ehrlich

Was will die Seite?

Kennst du solche Sprüche?

• „Jetzt weine doch mal nicht!“
• „Wieso lachst du so laut?“
• „Ein echter Mann weint nicht!“
• „Da brauchst du doch keine Angst haben!“
• „Wieso bist du so zickig?!“

Koooompletter Blödsinn! Ist ein richtiger Quatsch.

Gefühle haben keinen An-/Aus-Knopf. Du kannst sie nicht ausschalten oder anschalten weil sie gerade stören oder du sie nicht zeigen willst. Sie sind da. 

Darum lohnt es sich, Gefühle genauer anzuschauen. Was sind Gefühle eigentlich? Warum tauchen sie auf? Wie entstehen sie? Wie beeinflussen sie deine Gedanken und dein Verhalten? Warum fühlen sie sich manchmal so schwer und nervig an?

Kazupi – Logo der Figur Kazupi

Was sind gefühle?

Ein Gefühl ist wie eine WhatsApp-Nachricht aus deinem Körper und Kopf: Pling und schon ist es da. Oft auch ungefragt. Bisschen wie nerviger Spam. Es zeigt dir, was gerade in dir los ist. Ob du fröhlich, traurig, wütend, ängstlich, überrascht, ruhig [...] bist. Oder alles gleichzeitig. Ein richtiger Gefühlsgulasch eben.

Aber woher kommt dieses "Pling" eigentlich? Gefühle ploppen nicht einfach grundlos auf. Sie melden sich, wenn irgendwas für dich eine Bedeutung hat, auch wenn du dafür noch keine Worte hast. Manchmal reicht ein Blick, ein Satz, eine Erinnerung. Kann auch ein Kieselstein sein, den du beiläufig wegtrittst. Zack. Gefühl da. Passt scheinbar gar nicht zur Situation. Fühlt sich trotzdem echt an.

Meistens merkst du Gefühle zuerst am Körper wie Herzklopfen bei Angst, Kribbeln im Bauch bei Aufregung. Aber nicht immer sind sie so laut. Manchmal sind Gefühle leise und versteckt, fast wie Agenten auf geheimer Mission. Die Infos bekommst du erst später.

  • Gefühle ploppen nicht grundlos auf. Sie melden sich, wenn etwas für dich Bedeutung hat.

  • Du spürst sie häufig zuerst im Körper, bevor dein Kopf versteht, was los ist.

  • Jeder Mensch fühlt anders. Gleiche Situation, komplett andere Reaktion. Beides ist in Ordnung.

Kazupi-Illustration zum Thema Gefühle – Gehirn, Smartphone und Notizen erklären, wie Gefühle entstehen
Gefühle sind Signale aus Körper und Kopf. Sie zeigen dir, dass etwas für dich Bedeutung hat.

Wenn dein Gefühl gerade sprechen könnte:

Was würde es brauchen?

Böse böse gefühle! Wirklich?

Vielleicht hast du irgendwann gelernt: Wut ist schlecht, Angst ist schwach, Trauer ist nervig, Freude ist stark. Aber ganz ehrlich, das ist ziemlich großer, großer² Mist.

Warum? Weil dir diese Einteilung sagt, dass manche Gefühle falsch sind. Dass du sie nicht haben solltest. Und das führt dazu, dass du anfängst, gegen dich selbst zu kämpfen, statt zu verstehen, was in dir vorgeht.

Es gibt keine „schlechten" oder „guten" Gefühle. Es gibt nur welche, die sich ungemütlich anfühlen, wie ein viel zu kratziger Pullover. Deshalb willst du sie wegdrücken. Andere hingegen würdest du am liebsten nie mehr loslassen. Wie purer Zucker. Mjam. Bitte Nachschlag! (Bis dir irgendwann schlecht wird.)

Deine Gefühle sind wie verschiedene Stimmen in dir. Jede hat ihre eigene Botschaft. Deine Angst will dich beschützen. Deine Wut zeigt, dass eine Grenze verletzt wurde. Deine Trauer hilft dir, Dinge zu verarbeiten. Alle wollen dich unterstützen — naja, auf ihre Art. Manchmal drehen sie ein bisschen frei.

  • Gefühle sind weder positiv noch negativ — sie sind da und haben ihren Job.

  • Sie müssen nicht verschwinden, damit es dir gut geht.

  • Oft reicht es, sie ernst zu nehmen, ohne ihnen direkt das Steuer zu überlassen.

Gefühle sind Signale, keine Fehler.
„Okay, ich hab dich gehört. Ich schau kurz, ob wirklich Gefahr da ist und dann entscheide ich."

Was brauchst du vielleicht gerade und welches Gefühl versucht dich darauf hinzuweisen?

Kazupi-Illustration zum Thema Gefühle – Collage über sogenannte negative Gefühle und warum Gefühle Signale sind

Wie entstehen gefühle?

Gefühle entstehen wie beim Zusammenstellen einer Playlist. Ein paar Titel kommen zusammen und auf einmal ist da eine Stimmung. So ist es auch bei Gefühlen. Nur dass dein Körper schneller auf Play drückt als du.

Oft merkst du Gefühle zuerst an körperlichen Reaktionen. Ne, ne, kein Rülpser oder Pups. Obwohl? Es gibt ja auch die berühmten „Nervositätsblähungen". (An der Stelle: Gruß an die letzte große Mathearbeit. Danke für gar nichts - außer Drama.)

Dein Körper will dich nicht ärgern, sondern vorbereiten. Er reagiert instant mit Herzklopfen, zuckenden Muskeln oder Bauchgrummeln. Und auch hier fühlt es sich bei jedem Menschen anders an. Manche spüren Wut im Hals, du vielleicht eher im Bauch. Es ist deine persönliche spürbare Playlist.

Gefühle haben sogar eine Formel:

Situation + Wahrnehmung + Körperreaktion + Bewertung = Gefühl

  • Dein Gehirn nimmt eine Situation wahr, dein Körper reagiert sofort, dann entsteht das Gefühl.

  • Nicht nur die Situation zählt, sondern auch wie du sie deutest. 

  • Du kannst nicht immer aussuchen, welcher Song startet, aber du kannst die Lautstärke regeln.

Kazupi-Illustration zur Gefühlsformel – Situation, Wahrnehmung, Körperreaktion und Bewertung führen zum Gefühl Angst
Gefühle folgen einem Muster. Wenn du das Muster erkennst, kannst du deinen Vibe ein Stück weit verschieben.

Welcher Teil der Gefühlsformel springt bei dir am schnellsten an. Die Situation, dein Körper oder die Bewertung?

Gefühle und Gedanken

Hast du schon bemerkt, dass deine Gedanken wie ein Fotofilter wirken? Sie färben das ein, was du erlebst. Und wie du bestimmt weißt: Es gibt da so ein paar Filter, die nie benutzt werden sollten. Nicht auf TikTok, nicht auf Insta, nicht in deinem Kopf. Sie sind Illegal hässlich.

Gedanken und Gefühle sind ein Team. Manchmal ein gutes. Manchmal ein nerviges. Das Team kann dich hochziehen oder dir einen Betonklotz an die Beine binden und dich in den „Alles-ist-so-schlimm"-See werfen. (Blub blub blub) Was du denkst, färbt auf deine Gefühle ab. Der Gedanke „Ich schaffe das eh nicht" macht dich mutlos. „Das ist gerade schwer, aber ich kann es lernen" lässt dich angespannt, aber neugierig fühlen. Der Gedanke hat das Gefühl verändert.

Und deshalb jetzt das Wichtigste, was du über deinen Kopf wissen solltest:

Nicht alles, was du denkst, ist wahr.

Dein Kopf kann sehr überzeugt lügen. Nur weil er flüstert „Alle lachen über dich", heißt das nicht, dass es stimmt. Und ständig positiv denken ist auch keine Lösung. Bitte keine permanente „Tschakka"-Einstellung.

  • Negative Gedanken verstärken unangenehme Gefühle, wie ein schlecht eingestellter Algorithmus, der dir nur Katastrophen zeigt.

  • Du kannst deine Gedanken nicht immer stoppen, aber du kannst entscheiden, ob du ihnen alles glaubst.

  • Was hilft: Realistisch bleiben. Nicht gemein. Nicht nett. Sondern ehrlich.

Gedanken sind keine Fakten. Du entscheidest, welchen du glaubst.

Welcher Gedanke hat heute bei dir die Dramamelodie abgespielt?

Kazupi steht lässig.webp

Okay, okay. 

Ein bisschen nett zu dir sein ist erlaubt. Hör mal rein.

Kazupi-Illustration zu Gedanken und Gefühlen – Gedanken wirken wie ein Filter und beeinflussen Gefühle

Gefühle und Verhalten

Du bist wie ein Eisberg. Klingt verrückt. Ja. Ist aber so.

Über dem Wasser liegt dein Verhalten, das, was andere sehen: lachen, schreien, weinen, schweigen, jemanden schubsen. Unter der Wasseroberfläche liegt der größere Teil: deine Gefühle.

 

Wenn du wütend herumschreist, hören andere meist nur den Lärm. Sie sehen nicht die Angst, die Enttäuschung oder die Überforderung darunter. Es gibt halt keinen Livestream für dein Innenleben.

Und genau weil so viel unsichtbar bleibt, ist Verantwortung wichtig. Gefühle erklären vieles, aber sie entschuldigen nicht alles. Nervig. Aber der Satz stimmt leider. Für das, was du tust oder sagst, bist du verantwortlich, egal wie viel in dir los ist.

Zu sagen „Ich war halt wütend" reicht nicht, wenn du jemandem richtig wehgetan hast. Oder würdest du das als Entschuldigung akzeptieren, wenn jemand DIR das antut?

Zum Glück gibt es ein großes Hilfsmittel: Sprache. Oft reicht schon ein einziger ehrlicher Satz:

  • „Ich bin gerade überfordert."

  • „Ich hab Angst, dass …"

  • „Ich brauche meine Ruhe, weil es mir gerade zu viel ist."
     

Das ändert nicht, was passiert ist. Auch nicht, wie du dich fühlst. Aber es kann helfen, besser damit umzugehen.

Kazupi-Illustration zum Eisbergmodell – sichtbares Verhalten über Wasser, Gefühle unter der Oberfläche
Gefühle erklären, was innen los ist. Für dein Handeln bist du trotzdem verantwortlich.

Was sieht man von dir und was bleibt meistens unsichtbar?

Gefühle und Pubertät

Keine Sorge, das wird hier kein Aufklärungsding. Es geht nicht um Penis oder Vagina/Vulva, sind ja auch nur Körperteile wie Arme oder Kniescheiben. Es geht darum, was mit deinen Gefühlen in der Pubertät passiert.

Stell dir Pubertät wie das größte Systemupdate aller Zeiten vor, das mitten im Betrieb über mehrere Jahre stattfindet. Alles wird aktualisiert. Hier wird etwas deinstalliert, dort etwas ins Archiv geschoben, woanders erneuert. Sehr viel gleichzeitig.

Mal stürzt die App „Gute Laune" ohne Vorwarnung ab, mal öffnet sich im Hintergrund das Programm „Drama und Tränen" und lässt sich einfach nicht schließen. Und der Ladebalken für deine Geduld? Bleibt manchmal bei 1 % hängen. Kommt dir bekannt vor? Wahrscheinlich dein normaler Alltag.

Das liegt daran, dass sich dein Gehirn in der Pubertät stark verändert. Bereiche für Gefühle, Impulse und Entscheidungen werden neu organisiert. Ein schiefer Blick in der Schule fühlt sich dann nicht wie eine Kleinigkeit an, sondern wie ein persönlicher Angriff.

  • Dein Gehirn baut gerade um — das braucht Zeit und darf sich anstrengend anfühlen.

  • Starke Reaktionen bedeuten nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt.

  • Du. Bist. Normal!

Starke Gefühle in der Pubertät sind kein Fehler. Dein Inneres entwickelt sich gerade.

In welcher „App" bist du gerade am ehesten: Gute Laune, Drama & Tränen, Genervt, Leer, Überdreht?

Kazupi-Illustration zum Teenager-Gehirn – das Gehirn wird umgebaut und Gefühle wirken intensiver

Gefühle und Bedürfnisse

Jedes Gefühl ist auch ein Hinweis auf ein Bedürfnis, also auf etwas, was du gerade brauchst. Oft weißt du aber gar nicht, was das ist.

Wenn du unter die Wasseroberfläche schaust, findest du hinter vielen Gefühlen eine Botschaft:

  • Wut: „Hier wurde eine Grenze überschritten!" → Dein Bedürfnis ist Respekt oder Gerechtigkeit.

  • Angst: „Pass auf!" → Dein Bedürfnis ist Sicherheit.

  • Trauer: „Ich habe etwas Wichtiges verloren." → Dein Bedürfnis ist Trost oder Verbindung.

  • Einsamkeit: „Mir fehlt Nähe." → Dein Bedürfnis ist Zugehörigkeit.
     

Wenn du merkst, dass du gerade maximal frustriert bist, frag dich: „Was brauche ich wirklich?" Vielleicht ist es gar nicht die Hausaufgabe, die dich nervt, sondern du brauchst Ruhe oder Unterstützung.

Wenn du dein Bedürfnis kennst, kannst du besser entscheiden, was du tust. Anstatt die Tür zu knallen, könntest du sagen: „Ich brauche gerade zehn Minuten Pause." So weiß jeder Bescheid.

Kleine Sicherheitswarnung: Wenn es immer so leicht wäre, gäbe es nicht so viele Bücher darüber. Bedürfnisse können widersprüchlich sein. Und manchmal verwechselst du ein Bedürfnis mit einem Wunsch. Doch alles gar nicht sooo leicht.

Hinter vielen Gefühlen steckt ein Bedürfnis. Wer das Bedürfnis kennt, kann besser handeln.

Denk an ein Gefühl von heute: Was könnte das Bedürfnis dahinter sein?

Kazupi-Illustration zu Gefühlen und Bedürfnissen – Wut, Angst und Trauer zeigen wichtige Bedürfnisse

Es gibt Gefühle, die du am liebsten im Keller verstecken würdest. Gefühle, die sich wie ein Monster anfühlen. Dramatisch? Na dann pass mal auf:

Gefühle, die nur nachts unter deinem Bett hervorkriechen, gierig auf die Welt hinabschauen, verächtlich, ja beinahe hämisch und arrogant - diese richtig schöne, hochnäsige Arroganz - schnauben und mit einem Zungenklacksen über Gott und die Welt lästern, bis das Gezwitscher des Morgenspatzes das Monster wieder vertreibt. (Ich hör schon auf.)

Du kennst diese Gefühle. Neid, Eifersucht, Schadenfreude oder dieses „Ich gönn dir das gerade nicht." Jeder kennt sie. Jeder hat sie. Deine Eltern, deine Lehrer. Selbst ein Pfarrer oder Imam.

Sie tauchen nicht auf, weil du eine schlechte Person bist. Sie tauchen auf, weil du ein Mensch bist und weil sie auch eine Aufgabe haben.

  • Neid kann zeigen, dass du dir selbst etwas wünschst.

  • Eifersucht kann auftauchen, wenn du Angst hast, deinen Platz zu verlieren.

  • Schadenfreude kann ein Zeichen dafür sein, dass du dich unfair behandelt fühlst.

Kazupi-Illustration zu sogenannten Keller-Gefühlen – Neid, Eifersucht und Schadenfreude erklärt
Du bist nicht falsch, nur weil du dich manchmal falsch fühlst.

Welches Gefühl würdest du am liebsten verstecken  und was könnte es dir eigentlich sagen wollen?

Hast du Vorlieben? Jeder Mensch hat Vorlieben. Ich auch. Ich liebe zusammengesetzte Nomen und erfundene Wörter. Hier ein paar Lieblinge aus meiner Sammlung für dich:

  • Kirschblütenmassaker

  • Glubschaugenblick

  • Pfandflaschenentwertungsmaschine

  • Computermausdirigent

  • Kopfkinoexplosion

  • Fastverstanden

  • Abendsonnengefühl
     

Hast du auch Lieblingswörter? Bestimmt. Solche langen Wörter haben einen tollen Vorteil. Sie beschreiben ohne viel Gequake. Wenn du sie liest, entstehen sicherlich irgendwelche Gedanken und Gefühle in deinem Kopf. Bestimmt auch bei dem nächsten Wort, das du selbst entdecken darfst.

Was fühlst du dabei?

Was könnte das Wort bedeuten?

Was hat das mit dir zu tun?

 Nimm dir die Nachdenkzeit.

SelbstWertGefühl

Gefühle und Hunger

Manchmal brauchst du kein Gespräch, keine Selbstreflexion und keinen Boxsack. Manchmal brauchst du einfach ein Brot. Wenn dein Körper Energie braucht, wird dein Nervensystem ungeduldig. Kleine Dinge fühlen sich rieeeesig an, die Wut kommt schneller, Geduld verschwindet. 

Gefühle und Social Media

Warum fühlst du dich nach zwei Stunden Scrollen so leer?  Weil dein Gehirn Schokolade liebt, auch die digitale. Jedes Video, jeder Like füttert dein Belohnungssystem mit Dopamin. Irgendwann fühlst du dich nicht mehr „gut", wenn du guckst, sondern nur noch „leer", wenn du aufhörst. Dazu kommen Vergleiche mit Highlight-Reels anderer, während sich dein Leben nach aufgewärmten Nudeln mit Tomatensoße anfühlt.

Gefühle und Körper

Dein Körper ist schneller als dein Kopf. Ein wahrer Usain Bolt. Dein Kopf muss erst die passenden Untertitel laden und manchmal sind die auf tiefstem Sächsisch. Bevor die Wut rausknallt, wird dir vielleicht erst warm, dein Herz macht Stress und manchmal vibriert der ganze Körper. Dein Körper lügt nicht. Wenn er sich meldet, hat er auch was.

Gefühle und andere Menschen

Dein Gehirn liebt Multiplayer, auch wenn du eigentlich Singleplayer bevorzugst. Gefühle sind ansteckend. Montagmorgen, Klassenzimmer, alle genervt und dann > Adieu gute Laune. Das liegt an deinen Spiegelneuronen: Dein Gehirn macht innerlich mit, wenn du andere beobachtest. Nicht alles, was du fühlst, gehört automatisch dir. Musst nicht alles mitschleppen.

Gefühle, Kultur und Familie

Manche trösten mit Worten. Manche mit Essen. Manche mit „Reiß dich zusammen." Alles kann echt sein. Deine beste Freundin umarmt dich, deine Mama drückt dir Kartoffeln in die Hand, dasselbe Gefühl, komplett andere Verpackung. Du darfst dir unterschiedliche Orte für unterschiedliche Dinge nehmen. Du musst dich nicht für eine Art des Fühlens entscheiden.

Kostenloser Download

Gefühle101 Heft

Müde Augen und keine Lust auf Dauerscrolling? Die ganze Gefühle 101 Seite gibt es als kostenloses Heft zum Herunterladen.

Mit mehr Inhalt, mehr Kazupi und mehr Platz zum Nachdenken.

Noch mehr Inhalte findest du in der Bibliothek.

Was jetzt?

Kazupi – Logo der Figur Kazupi

Du hast jetzt den Überblick, wie du und deine Gefühle funktionieren. Wenn du wirklich alles gelesen hast, größten Respekt. Du weißt nun wahrscheinlich mehr über Gefühle als viele andere Menschen. 

Aber Theorie ist das eine, das echte Leben das andere. Egal wie unlogisch sich deine Gefühle manchmal anfühlen: Du bist in Ordnung, so wie du bist. 

Wenn du noch tiefer abtauchen willst, findest du hier weitere Seiten, Geschichten und Ideen rund um Gefühle: 

  • Die Gefühlsfragen: Ist es normal Angst zu haben? Wieso bin ich abends so nachdenklich? Was wenn meine Gefühle nicht weggehen? Stellst du dir manchmal solche Fragen? Wenn ja, bist du hier genau richtig. 
     

  • Der Gefühlskompass: Hier erfährst du mehr über einzelnen Gefühlen wie Wut, Zerissenheit, Hoffnung, aber auch Liebe und Zugehörigkeit. Wie sie sich anfühlen, was hilft und was es eher schlimmer macht. 
     

  • Die Gefühlstrickkiste: Hol dir konkrete Methoden wie die 90-Sekunden-Regel oder die Superkraft „Umdeutung“, um im nächsten Gefühlssturm nicht unterzugehen. 
     

  • Der Gefühlsdetektiv & Das Gefühlsverhör: Hier wird es literarisch. In diesen Kurzgeschichten wirst du hautnah verschiedenen Gefühlen begegnen. Aber Vorsicht! Es könnte sehr intensiv werden. 

Auf einen Blick: Gefühle verstehen

  • Signale von innen: Gefühle entstehen im Zusammenspiel von Körper und Kopf. Sie melden oft sehr schnell, was für dich gerade wichtig ist – manchmal bevor du es erklären kannst.
     

  • Körper zeigt mit: Herzklopfen, Kribbeln, Zittern, Hitze, Schwere oder ein Kloß im Hals sind typische Körperreaktionen bei Gefühlen. Dein Körper reagiert oft zuerst, dein Kopf ordnet danach ein.
     

  • Mehr als nur das Außen: Nicht nur Situationen lösen Gefühle aus. Auch Gedanken, Erinnerungen, Erwartungen, Vergleiche und Stress spielen mit rein.
     

  • So entsteht ein Gefühl: Häufig kommt vieles zusammen:
    Situation + Wahrnehmung + Körperreaktion + Bewertung = Gefühl
    Darum fühlen Menschen in derselben Situation oft unterschiedlich.

     

  • Jeder fühlt anders: Menschen reagieren verschieden stark und verschieden schnell. Das macht niemanden zu empfindlich oder zu kalt – es ist individuell.
     

  • Auch unangenehm hat Sinn: Es gibt keine „falschen“ Gefühle. Angst kann schützen, Wut zeigt Grenzen, Trauer hilft beim Verarbeiten, Freude zeigt, was dir guttut.
     

  • Gedanken beeinflussen Gefühle: Gedanken wirken wie ein Filter. Sie verändern, wie du dich fühlst – sind aber nicht automatisch Fakten. Dein Kopf kann überzeugt sein und trotzdem danebenliegen.
     

  • Gefühl ≠ Verhalten: Du darfst alles fühlen. Für dein Handeln bist du trotzdem verantwortlich. Gefühle erklären, was innen los ist – sie entschuldigen kein verletzendes Verhalten.
     

  • Hinweise auf Bedürfnisse: Gefühle zeigen oft, was du gerade brauchst: Sicherheit, Ruhe, Respekt, Nähe, Unterstützung, Zugehörigkeit.
     

  • Auch schwierige Gefühle zählen: Neid, Eifersucht, Schadenfreude machen dich nicht zu einem schlechten Menschen. Sie können auf Wünsche, Unsicherheit, Vergleich oder Verletzungen hinweisen.
     

  • Gefühle in der Pubertät: In der Pubertät wird dein Gehirn umgebaut. Gefühle können intensiver, schneller und widersprüchlicher werden. Das bedeutet nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt – es ist Entwicklung.
     

  • Gefühle und andere Menschen: Gefühle sind ansteckend. Stimmungen springen in Gruppen leichter über – und nicht alles, was du fühlst, gehört automatisch nur dir.
     

  • Alltagseinflüsse: Hunger, Stress, Müdigkeit, Reizüberflutung verstärken Gefühle. Manchmal brauchst du keine große Analyse, sondern Essen, Pause oder Schlaf.
     

  • Gefühle und Social Media: Vergleiche, Dauer-Scrollen und „Belohnungs-Kicks“ können Gefühle verstärken oder leer machen. Social Media ist nicht grundsätzlich schlecht – wichtig ist, ob du merkst, was es mit dir macht.

Quellen & Hintergründe & Transparenz & Vertiefung 

Kazupi fasst wissenschaftliche Erkenntnisse vereinfacht zusammen. Zusätzlich sind Inhalte, v.a. praktische Methoden, aus pädagogischer Praxis sowie aus Ausbildung, Fortbildungen und Weiterbildungen eingeflossen.

An sich wirken Gefühlsseiten breit gefächert und punktuell tief, aber würde man nur die Sachinformationen zusammenfassen, wären es am Ende 5 - 6 Gesamtseiten. Ich habe also mehr gelesen, vor allem aus eigenem Interesse, und daraus bewusst das herausgefiltert, was sinnvoll ist, ohne den Rahmen zu sprengen. => Didaktische Reduktion. Im Kern ist es immer noch eine „Unterhaltungs- und Erlebnisseite“, auf der insbesondere die Haltung und Augenhöhe das Fundament darstellen. 

Übrigens: Das Buch „Sag mir mal ...“ kann ich nur wärmstens empfehlen! Lese ich alle paar Jahre wieder. Auch wenn es nicht direkt mit Gefühlen zu tun hat. Udo Baer ist natürlich auch super. Hier "muss" ich irgendwann noch sein Standardwerk zu Gefühlen lesen > Das große Buch der Gefühle.

Die Quellensammlung gilt auch für die Seiten:

Gefühlskompass

Gefühlstrickkiste

Gefühlsfragen

Gefühlsanalyse

Die Texte der gesamten Gefühlsseite entstanden überwiegend im Zeitraum von Oktober 2025 bis Februar 2026. 

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Literatur

  • Baer, Udo; Frick-Baer, Gabriele (2021): Wie Kinder fühlen. Beltz. 

  • Baer, Udo (2018): Die Weisheit der Kinder. Wie sie fühlen, denken und sich mitteilen. Klett-Cotta. 

  • Hobmair, Hermann (Hrsg.) u. a. (6. Aufl. 2016): Pädagogik – Schulbuch (Schülerband). Westermann Berufliche Bildung / Bildungsverlag EINS. 

  • Hobmair, Hermann (Hrsg.) u. a. (6. Aufl. 2017): Psychologie – Schulbuch. Westermann Berufliche Bildung. 

  • Haug-Schnabel, Gabriele; Bensel, Joachim (1. Aufl. 2017): Grundlagen der Entwicklungspsychologie. Die ersten 10 Lebensjahre. Herder. 

  • Delfos, Martine F. (2015): „Sag mir mal …“ Gesprächsführung mit Kindern (4–12 Jahre). Beltz. 

  • Vollmer, Knut (2021): Fachwörterbuch Kita. Schnelle Zugänge für pädagogische Fachkräfte. Herder.

 

Ausgewählte digitale Nachschlagewerke & Weiterführendes​

Dorsch – Lexikon der Psychologie

Online Lexikon für Psychologie (Stangl)

nifbe e. V.

Kindergartenpädagogik Handbuch ​

Spektrum - Nachrichten aus Wissenschaft & Forschung ​

dasGehirn.info 

> https://www.dasgehirn.info/denken/emotion/auf-der-spur-der-gefuehle

> https://www.dasgehirn.info/grundlagen/pubertaet/baustelle-im-kopf

> https://www.dasgehirn.info/grundlagen/pubertaet/pubertaet-wenn-das-gehirn-gross-wird

Bundeszentrale für politische Bildung 

> https://www.bpb.de/lernen/angebote/grafstat/klassencheckup/46406/m-04-02-vier-ohren-und-ein-eisberg/

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/medienkompetenz-355/523579/jugend-und-soziale-medien/

Seiten rund um Social Media, digitale Lebenswelten / Digitalität (darauf bin ich hängen geblieben! Sehr spannende Inhalte)  

Ins Netz gehen

klicksafe

Juuuport 

handysektor

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KI Transparenz ​

  • Themenfindung und Vorrecherche erfolgten teils mithilfe von KI-gestützten Zusammenfassungen (Google SGE / AI Overviews) und Verlinkungen sowie Fachbüchern.

  • Die Hauptabschnitte sind von mir geschrieben und anschließend mit KI (ChatGPT OpenAI & Gemini Google) sprachlich überarbeitet.(Rechtschreibung, Grammatik, Ausdruck).

  • Neu 03.2026: Zur besseren Lesbarkeit wurden die Homepageinhalte mit KI deutlich gekürzt und NotebookLM generierte Inhalte (Bilder, Präsentationen) eingepflegt. Basis für die Inhalte sind die PDF-Magazine. 

  • SEO-Elemente (Meta-Descriptions, SEO Einstieg, Markups) sowie Kurzzusammenfassungen wurden teilweise KI-generiert und anschließend geprüft und freigegeben.

Fachwörter zum selber Vertiefen

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